Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk Erfurt Caritasverband Erfurt

Schwerpunkt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

PJler erwünscht!

Medizin-StudentInnen, die ihr Praktisches Jahr mit dem Wahlfach Gynäkologie und Geburts­hilfe absolvieren möchten, sind in unserer Klinik herzlich willkommen.
Weitere Infos unter Telefon 0361/654-1501 oder per E-Mail an gyngeb@kkh-erfurt.de

Neue Wege bei der Behandlung von Erkrankungen des Beckenbodens

Beckenbodenschäden können schwerwiegende Folgen haben.

Dr. med. Ute Mahnert, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Katholischen Krankenhauses „St. Johann Nepomuk” arbeitet mit ihren Mitarbeitern kontinuierlich daran, an ihrer Klinik das gesamte Behandlungsspektrum einer Frauenklinik auf höchstem Niveau anzubieten. Dabei wird auch ein besonderer Schwerpunktes auf die Behandlung von Erkrankungen des Beckenbodens gelegt.

Die Bedeutung des Beckenbodens wurde lange Zeit unterschätzt, wenn nicht sogar schlicht ignoriert. Dabei ist diese etwa handtellerdicke Muskelschicht eine der wichtigsten Muskelgruppen des ganzen Körpers.

Der intakte Beckenboden der Frau ist für die Funktion von Blase und Darm von entscheidender Bedeutung.
Bindegewebsschwächen, Geburten, Operationen und auch chronische Überlastung wie zum Beispiel schweres Tragen oder Heben können zu Schäden am Beckenboden führen, die mit Funktionsstörungen von Blase und Darm einhergehen. Durch die Schwächung des Halteapparates sind Senkungen von Gebärmutter, Scheide, Blase oder Darm möglich, was die Funktion dieser Organe erheblich beeinträchtigen kann. Inkontinenz kann eine schwer wiegende Folge der Beckenboden-Insuffizienz sein, welche die Betroffenen physisch und psychisch belastet. Auch Beschwerden wie Wind- oder Stuhlinkontinenz, Stuhlschmieren, Stuhlentleerungsprobleme oder Verstopfungen können auf Schwächen des Beckenbodens zurückzuführen sein.

Verschiedene Behandlungsmethoden stehen für die Therapie von Schädigungen des Beckenbodens zur Verfügung. Im Rahmen der konservativen Therapie kommen beispielsweise eine Pessartherapie, regelmäßiges Beckenbodentraining, das durch Elektrostimulation oder Biofeedback unterstützt werden kann, oder eine Hormonbehandlung zum Einsatz.

In den vergangenen Jahren hat auch die operative Behandlung von Senkungszuständen eine schnelle Weiterentwicklung erfahren. Als besonders Erfolg versprechend hat sich in den letzten Jahren die Implantation von Netzmaterialien oder biologischen Materialien als Ersatz für geschwächtes körpereigenes Gewebe entwickelt.

Ähnliche Konzepte werden bei der Operation von Leistenbrüchen seit mehr als 20 Jahren mit Erfolg und sicher verfolgt. Das Ziel der neuen Operationstechniken ist es, einen lang anhaltenden Operationserfolg zu erzielen und das Risiko von Rezidiven zu vermindern. Bei der Weiterentwicklung dieser Operationsmethoden steht im Vordergrund, mit möglichst wenig und möglichst gut verträglichem Fremdmaterial und möglichst wenig invasiver Technik einen möglichst guten und lang anhaltenden Erfolg zu erzielen.

Chefärztin Dr. Mahnert bietet mit ihrem Team alle erwähnten modernen Möglichkeiten für die Behandlung von Erkrankungen des Beckenbodens an. Weitere Informationen erhalten Sie unter gyngeb@kkh-erfurt.de oder Telefon 0361/654-1501.