Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Chefarzt PD Dr. med. habil Tobias Clausen, DEAA
- Telefon:
- 0361/654-1301
- Fax:
- 0361/654-1087
- E-Mail:
- an-itm@kkh-erfurt.de
Medizinisches Leistungsspektrum
Im Katholischen Krankenhaus gibt es bereits seit 1963 eine Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, aus der im Jahr 2003 die heutige Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin hervor gegangen ist. Sie gehört damit zu den traditionsreichsten Einrichtungen ihrer Art im heutigen Freistaat Thüringen.
Auch wenn die Anästhesiologie und die Intensivmedizin zu den medizinischen Arbeitsgebieten zählen, die den höchsten Anteil an Medizintechnik aufweisen, ist es ein besonderes Anliegen der Klink, dass beide Bereiche von den Patienten nicht als belastend, als „harte Apparatemedizin” empfunden werden. In der täglichen Arbeit der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin steht grundsätzlich das Ziel im Vordergrund, den Patienten das sichere Gefühl zu geben, jederzeit gut betreut und als Mensch wahrgenommen zu werden, der weit mehr ist als ein gut funktionierendes Teil einer ganzen Maschinerie.
Das Arbeitsspektrum der Klinik umfasst die Bereiche Anästhesiologie und Intensivmedizin, die perioperative Schmerztherapie sowie die Transfusionsmedizin.
Im Bereich der Anästhesiologie sind die Ärzte und das spezialisierte Fachpflegepersonal unserer Klinik für die anästhesiologische Versorgung der Patienten der operativen Fächer Allgemein- und Visceralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Urologie und Kinderurologie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie von Patienten der Kliniken für Innere Medizin (Gastroenterologie / Kardiologie) und Psychiatrie zuständig.
Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin betreut insgesamt zwölf Anästhesiearbeitsplätze im zentralen OP-Bereich, in der Klinik für Urologie, in der Klinik für Geburtshilfe, im Bereich des ambulanten Operierens, im angiographischen Interventionsraum sowie im Herzkatheterlabor. Sämtliche Anästhesiearbeitsplätze sind entsprechend den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) mit moderner Technik ausgerüstet.
Durch unsere Klinik wird eine 24-stündige anästhesiologische Versorgung sämtlicher Krankenhaus-Patienten nach Facharztstandard sichergestellt. Zudem wurde zur Absicherung einer qualitativen Prozessgestaltung im OP ein für alle beteiligten Disziplinen verbindliches OP-Statut eingeführt. Die OP-Koordination erfolgt zentral durch einen Oberarzt der Anästhesie.
Durch die Einrichtung eines Aufwachraumes mit zehn Betten und Nachbeatmungsmöglichkeit kann eine adäquate postoperative Betreuung und qualitätsgerechte Übergabe der Patienten an die peripheren Stationen gewährleistet werden. Insgesamt werden pro Jahr etwa 8000 Allgemein- oder Regionalanästhesien durchgeführt.
Stationäre Patienten mit akuten und chronischen Schmerzzuständen werden mit modernen systemischen und regionalen Schmerzausschaltungsverfahren, unter anderem auch im Rahmen einer Patienten-kontrollierten Analgesie, versorgt. Zur Linderung von Wehenschmerzen während der Geburt besteht für die Patientinnen die Möglichkeit, einen periduralen Schmerzkatheter zu erhalten.
Interdisziplinäre Intensivstation
Sämtliche Patienten, die vital bedroht sind, werden auf der Intensivstation der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin medizinisch versorgt, wobei sich die Intensivtherapie durch eine besonders enge interdisziplinäre Zusammenarbeit auszeichnet. Auf der Intensivstation werden vital gefährdete Patienten von allen Fachabteilungen des Krankenhauses von Intensivmedizinern und den für das Grundleiden zuständigen Ärzten der jeweiligen Fachabteilung behandelt. Dabei werden die besten Fachkompetenzen aller Kliniken des Krankenhauses zusammengeführt, um alle intensivtherapiepflichtigen Patienten optimal zu versorgen. Auch hierbei spielt das Wohlgefühl und die Wahrung der Würde unserer Patienten eine zentrale Rolle.
Das Spektrum reicht vom Intensivüberwachungspatienten bis zum schwerstkranken Patienten, der beatmet und hämodiafiltriert werden muss. Zwei Zimmer der Station sind zur Patientenisolation bei infektiösen Erkrankungen konzipiert. Zusätzlich besteht ein integrierter Notfalleingriffsraum.
Notfallversorgung
Es besteht ein verbindliches Notfallmanagement für hausinterne, stationsinterne und hausübergreifende Notfälle. Spezielle Schulungen zur Früherkennung und Versorgung von vital bedrohlichen Notfällen für die Mitarbeiter aller Abteilungen werden regelmäßig durch die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin durchgeführt.
Des Weiteren zeichnet unsere Klinik für die anästhesiologische Versorgung externer Patienten in der Notaufnahme verantwortlich.
Transfusionsmedizin
Das Krankenhaus verfügt über ein Blutdepot und ein blutgruppenserologisches Labor. Die Qualitätssicherung erfolgt nach den aktuellen Richtlinien der Bundesärztekammer. Ein hauseigenes Qualitätsmanagementhandbuch für Transfusionsmedizin wurde von dem Transfusionsverantwortlichen unserer Klinik erstellt.
In Kooperation mit dem DRK (DRK-Blutspendedienst Gera) wird die Möglichkeit zur Eigenblutspende angeboten. Hier erfolgt die Entnahme von Eigenblut bei geeigneten Patienten mit elektiv planbaren Operationen, welches bei Blutverlust während oder nach einer Operation dem Patienten zurückgegeben wird.


