Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Behandlungsangebote: Neurophysiologie
Neuropsychiatrie und neurodegenerative Erkrankungen sind Schwerpunkte des leitenden Oberarztes unserer Klink, Herr Dr. med. Gerhard Zegowitz. Gemeinsam mit dem Team rund um Frau Anja Eckebrecht (Medizinisch-Technische-Assistentin) wird ein digitalisiertes Labor betrieben, dass eine komplette Schmerzdiagnostik anbietet.
Es werden folgende Untersuchungsmethoden durchgeführt:
Elektroenzephalographie (EEG)
Bei dieser Untersuchung werden die Hirnströme, die durch die Aktivität von Nervenzellen entstehen, aufgezeichnet, dabei werden Oberflächenelektroden am Kopf befestigt. Routinemässig wird ein Ruhe-EEG aufgezeichnet, bei speziellen Fragestellungen können in Ergänzung Provokationsmethoden (z.B. Hyperventilation und Photostimulation) angewendet werden.
Die Bedeutung des EEGs liegt in der Diagnostik von Epilepsien, von Herdbefunden (z.B. bei im Schädel gelegenen Blutungen) und in der Beurteilung von Bewusstseinsstörungen.
Elektroneurographie (ENG)
Mit dieser Untersuchungsmethode können Nervenschädigungen durch Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeiten diagnostiziert und lokalisiert werden. Dabei werden elektrische Reize auf den Nerven übertragen und mit einer weiter entfernt aufgebrachten Elektrode aufgezeichnet.
Elektromyographie (EMG)
Die Elektromyographie misst die elektrische Aktivität von Muskelzellen. Dabei wird eine dünne Nadel in den Muskel eingestochen. Bei verschiedenen Muskel- und Nervenerkrankungen können Veränderungen der Aktionspotentiale und krankhafte Spontanaktivität beobachtet werden
Evozierte Potentiale (EP)
Die Evozierten Potentiale geben Auskunft darüber, ob Sinnesorgane, die Nervenleitung von den Sinnesorganen zum Gehirn oder die Reizverarbeitung gestört sind. Dazu wird durch einen spezifischen Reiz das Sinnesorgan stimuliert. EP werden zur Prüfung verschiedener Sinnesqualitäten angewendet:
- Visuell evozierte Potentiale (VEP): Betrachten eines flackernden Schachbrettmusters zur Prüfung der Sehbahn
- Akustisch evozierte Potentiale (AEP): Hören eines kurzen Klick-Tons zur Überprüfung der Hörbahn
- Somatosensorisch evozierte Potentiale (SEP): Reizung eines Bein- oder Armnervs zur Überprüfung sensibler Bahnen
- (Repetitive) Transkranielle Magnetstimulation (RTMS/TMS) / Motorisch evozierte Potentiale (MEP):
Reizung der motorischen Hirnrinde mittels Magnetfeld zur Überprüfung motorischer Bahnen.
Dieses Verfahren wird auch zur Therapie (z.B. bei schweren Depressionen) eingesetzt.


