Nepomuk

Weit am Berg

Jörg Schröpfer zeigt seit dem 15. März 2019 auf der Station Anbau 1 Gelb Tuschezeichnungen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Die Tuschezeichnungen von Jörg Schröpfer sind radikal, radikal reduziert auf weißes Papier, schwarze Tusche und gelegentlich eingesetztes markantes Rot. Aus dieser Reduktion, die nicht lautes, nichts  hektisches hat, kommt dem Betrachter nichts als Ruhe, Stille, Weite entgegen. Sie erinnern in vielerlei Hinsicht an die „kunstlose Kunst“ der japanischen Zen-Tuschmalerei, für die Schröpfer eine eigene,  europäische Ausdrucksweise gefunden hat.
Helmtrud Inninger, Kunstdozentin aus Wasserburg am Inn, hat die Arbeiten von Jörg Schröpfer einmal in einer Laudatio mit der japanischen Haiku-Dichtung  verglichen – die gesamte Komplexität unmittelbarer Sinneseindrücke sprachlich in einem äußerst  knappen Dreiteiler gebannt. Die Ruhe, Stille, Weite von Jörg Schröpfers Arbeiten verschaffen dem Betrachter Freiraum, sich selbst zu spüren, in sich zu lauschen, Gewahr werden, wahrnehmen, den eigenen Bezug finden.
Jörg Schröpfer wurde 1966 in Arnstadt geboren, absolvierte zunächst eine Glaser- und Tischlerlehre um sich dann vom Handwerk zur Kunst zu entwickeln. Er lebt und arbeitet in der historischen Neumühle in Arnstadt.

Alle Zeichnungen der Ausstellung können käuflich erworben werden, eine Preisliste liegt im Stationszimmer aus. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an den Künstler:
info(at)neumuehle-arn.de
Tel.: 0176 60369117