Katholisches Krankenhaus St. Johann Nepomuk Erfurt Caritasverband Erfurt

Das Neue Krankenhaus

Aufbau und Funktionalität

Das neue Katholische Krankenhaus gliedert sich in zwei Bereiche:
Dem Haupthaus entlang der Haarbergstraße und den kammartig sich zum Park hin öffnenden Bettenhäusern. Das Hauptgebäude entlang der Haarbergstraße schirmt durch seine Geschlossenheit die dahinterliegenden Bettenstationen gut vom öffentlichen Straßenverkehr ab.

Nach einem übersichtlichen Leitsystem können sich Patienten und Besucher im Haupthaus und den Bettenhäusern gut orientieren. Die Stationen sind mit Farben (Gelb, Grün, Blau und Rot) und den Ebenen (0 bis 4) gekennzeichnet.

Das Haupthaus nimmt auf der Ebene 0 den Küchentrakt, den Personalspeiseraum sowie Betriebstechnik auf. Auf der Ebene 1 befinden sich die großzügige Eingangshalle mit dem Empfang, die gebäudeprägende Kapelle, die Aufnahme, die Zentralrufanlage, die Notaufnahme, das Institut für bildgebende Diagnostik (Röntgen), die Funktionsdiagnostik und eine Tagesklinik der Psychiatrie. Verwaltung, klinischer Arztdienst, Labor und Urologischer Funktionsbereich sind auf der Ebene 2. Auf der Ebene 3 befinden sich fünf OP-Säle, Zentralsterilisation, die Geburtshilfe mit zwei Kreißsälen mit direkt angrenzenden Sectio-OP sowie die Intensivstation.

Der kammartige Bauteil besteht aus vier Gebäuden mit den entsprechenden Pflegestationen, die sich winkelförmig zum Park in Richtung Süd/West bzw. Süd/Ost öffnen. Die Stationen sind grundsätzlich mit Zweibettzimmern bzw. Einbettzimmern und einer dazugehörigen Sanitärzelle ausgestattet. Die Palliativstation mit zehn Betten befindet sich auf Station 4 Blau.
Auf der Ebene 0 der Bettenhäuser sind Physiotherapie mit Bewegungsbecken, Arzneimittelversorgung, Wäscheversorgung und Werkstatt untergebracht.

Einen Versorgungskiosk gibt auf der Ebene 1 des Haupthauses mit der Möglichkeit zum Verweilen in einem der herrlichen Innenhöfe.

Im Außengelände des Klinikbereiches befindet sich eine Landemöglichkeit für Hubschrauber.

Neu gebaut worden ist an der Haarbergstraße auch die Krankenpflegeschule mit 80 Plätzen.

Klinikpark und Architektur

Neubau des KKH Das neue Katholische Krankenhaus öffnet sich als transparentes Krankenhaus in einen gestalteten Landschaftsraum, dessen Außenbereich für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Der Schutzwürdigkeit des engeren Krankenhausumfeldes und den sich unmittelbar anschließenden Patientengärten wird im Außenraum durch eine großzügig gestaltete 4500 Quadratmeter große Wasserfläche Rechnung getragen.

Die Vielfalt der Grünflächen reicht von intimen, sich auf unterschiedlichen Gebäudeebenen befindenden Innenhöfen im Funktionstrakt über grüne Verbindungshöfe bis hin zu den Patientengärten, die in den landschaftlich gestalteten Klinikpark übergehen.

Zwischen den Bettenhäusern bestehen „grüne Finger”, die als Patientengärten angelegt sind. Hecken, kleine Wasserläufe mit Brücken und eine in ihrer Farbe und Textur vielfältige Bepflanzung lassen für den Betrachter subtile Erlebnisräume sowohl als Ausblick aus dem Krankenzimmer als auch als Aufenthaltszone entstehen und tragen somit wesentlich zum Wohlbefinden der Patienten bei.

Die Innenhöfe im Funktionstrakt sind thematisch gestaltet:
„Das Kreuz” ist Thema des an die Kapelle angrenzenden Außenraumes. Der Garten wird dominiert durch einen mehrstämmigen Christusdornbaum.
Ein weiterer Innenhof ist den „Zehn Geboten” gewidmet. Sie werden stilisiert durch in Quader geschnittene Eiben- und Buchshecken. In Granitplatten, die die Fläche gliedern, sind die Zehn Gebote eingraviert.

„Die Zwölf Apostel” sind ebenso ein Thema eines Gartenhofs im Untergeschoss. Symbolisch für die Zwölf Apostel stehen zwölf säulenförmige Spalierapfelbäume. Gestützt durch ein rotlackiertes Baumkreuz aus L-Stahlprofilen behält diese Rauminstallation auch in den Wintermonaten einen skulpturalen Aspekt.

Künstlerische Ausgestaltung

Galerie im KKH Im Ergebnis eines Wettbewerbes "Kunst und Bauen" hat ein Preisgericht aus 59 beteiligten Künstlern fünf Künstler ausgewählt, die das neue Krankenhaus mit von ihnen geschaffenen Kunstwerken ausgestalten. Von Prof. Hellmut Bruch (Hall in Tirol in Österreich) wird ein Edelstahlring als eingangsprägende Skulptur vor dem Haupthaus stehen. Die Kreisform steht symbolhaft für Einheit, Ganzheit, Vollkommenheit aber auch für den Kreislauf der Natur und des Lebens.

Der Künstler Günther Grohs (Wernigerode) gestaltete die Glaswand in der Kapelle. In ihren Blautönen prägt die Wand in sehr behutsamer Weise den liturgischen Raum.

Mit 70 Meter langen und ein Meter hohen Fotographien gestaltet die Fotografin Ruth Hommelsheim (Köln) die Galerien. Die Motive aus den Städten Berlin, Erfurt, London und Isfahan reflektieren in beeindruckender Weise die Lebenssituation der Menschen und den Pulsschlag der Stadt.

In Fluren, Gängen und Wartezonen hängen Bilder von Christian Bodensteiner (München), die durch ihre Perfektion, ihre besonderen Lichtverhältnisse, Ausschnitte und Blickrichtungen beeindrucken. Fotos von Guntard Linde (Jena) in den Patientenzimmern erschließen dem Betrachter sehr eindrücklich Natur in ihrer gesamten Breite.

Mit der Architektur des neuen Katholischen Krankenhauses haben die Architekten und die Stiftung „St. Johann Nepomuk” das sich gestellte Ziel erreicht, "ein sich dem Bürger öffnendes Krankenhaus, das ohne Überwindung einer Hemmschwelle betreten werden kann, und ein ebenfalls allen offenstehenden Klinikpark" zu schaffen.