Außenansicht der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik in Erfurt
Die Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt

Moderne Medizin für Ihre Gesundheit

Für Ihre Behandlung nutzen wir die vielfältigen Möglichkeiten unserer großen und modernen Klinik. Persönliche Betreu­ung und Vertrauen sind zur Genesung ebenso notwendig wie individuelle und innovative Therapien. 
Das Katholische Kranken­haus Erfurt bietet Ihnen beides. Wir verfügen zudem über die volle Weiterbildungsermächtigung nach der Weiter­bildungs­ordnung 2011 und 2020 im Gebiet Psychia­trie und Psycho­therapie und das Prädikat Weiterbildung plus der Landesärztekammer Thüringen sowie über die Weiterbildungsermächtigung für ein Jahr im Bereich Psycho­therapeutische Medizin und Psycho­somatik.

Stationen und Behandlungsschwerpunkte

Unsere stationären und tagesklinischen Bereiche arbeiten mit unterschiedlichen therapeutischen Schwerpunkten. Dadurch können Patien­tinnen und Patienten entsprechend ihrer Erkrankung, ihrer aktuellen Belastbarkeit und ihrer individuellen Behandlungsziele gezielt aufgenommen und behandelt werden.

 

Station 1 Blau

Akut- und Aufnahmestation für psychiatrische Notfälle und Krisensituationen. Schwerpunkte sind Krisenintervention, diagnostische Abklärung und erste Stabilisierung, bei Bedarf mit enger somatischer Mitbeurteilung durch die Fachabteilungen des Kranken­hauses

Station 1 Mint

Akutpsychiatrische Behandlung für Patien­tinnen und Patienten mit erhöhtem Unter­stützungs- und Schutzbedarf.

Station 1 Orange

Gerontopsychiatrische Behandlung für ältere Patien­tinnen und Patienten, unter anderem bei Depressionen, Demenzerkrankungen, Delir, Psychosen oder komplexen alterspsychiatrischen Erkrankungen. 

Station 2 Mint

Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen und komorbiden Erkrankungen mit qualifiziertem Entzug, Rückfallprävention und suchtmedizinischer Weiterbehandlungsplanung.

Station 2 Orange

Allge­meinpsychiatrische Behandlung für ein breites Spektrum psychischer Erkrankungen, unter anderem affektive Störungen, Angst- und Belastungserkrankungen, Psychosen und komplexe psychosoziale Problemlagen.

Station 3 Orange

Psycho­therapeutischer Schwerpunkt Emotionsregulation und Beziehungsgestaltung, insbesondere bei wiederkehrenden Beziehungskonflikten, Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen und selbstschädigenden Verhaltensmustern.

Station 3 Mint

Psycho­therapeutischer Schwerpunkt mit kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ausrichtung, insbesondere bei Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Belastungs- und Traumafolgestörungen.

Leistungs­angebot

Als Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena bietet unsere Klinik eine moderne stationäre, tagesklinische und ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Ver­sor­gung für Patien­tinnen und Patienten mit Depressionen, bipolaren Störungen, schizophrenen Psychosen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Belastungs- und Traumafolgestörungen, Suchterkrankungen sowie psychischen Erkrankungen des höheren Lebensalters. Die Behandlung erfolgt auf spezialisierten Stationen und in der Tagesklinik mit jeweils eigenen therapeutischen Schwerpunkten. 

Ergänzt wird dieses Angebot durch Programme für Schwangere und Patien­tinnen in der Peripartalzeit, für Menschen mit Traumafolgestörungen, durch eine sportpsychiatrische Sprechstunde für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler sowie durch spezialisierte suchtmedizinische Angebote einschließlich substitutionsgestützter Behandlung opioidabhängiger Patien­tinnen und Patienten. Unsere Anerkennung als Sucht­hilfe­einrichtung und Traumaambulanz des Freistaates Thüringen unterstreicht diese besonderen Ver­sor­gungsschwerpunkte. 

Bei schwer behandelbaren depressiven Erkrankungen können wir ein umfassendes Spektrum etablierter und zugelassener psychiatrischer Behandlungsoptionen anbieten – einschließlich Esketamin sowie neuromodulativer Verfahren wie Elektrokrampftherapie, repetitiver transkranieller Magnetstimulation und Vagusnervstimulation.

Unser Behandlungs­spektrum

 

Das Behandlungs­spektrum umfasst tiefenpsychologisch fundierte und verhaltenstherapeutische Psycho­therapie, moderne Pharmakotherapie sowie ein breites multiprofessionelles therapeutisches Angebot. Dazu gehören Ergotherapie, körper-, bewegungs- und erlebnisorientierte Verfahren wie Klettern, therapeutisches Bogenschießen, Bewegungsbad und Konzentrative Bewegungs­therapie, Entspannungs- und Musiktherapie, sozialpädagogische Beratung sowie tier- und naturgestützte Angebote. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktivierenden, bewegungsorientierten und alltagsnahen Therapieelementen.

Tiergestützte Angebote mit Hunden und Pferden sowie therapeutisches Imkern sind fester Bestandteil unseres Behandlungskonzepts. Sie können aktivierend, beruhigend und beziehungsfördernd wirken und unterstützen Achtsamkeit, Verantwortungsübernahme und Selbstwertstärkung. Ergänzend stehen störungsspezifische und ressourcenorientierte Gruppenangebote zur Verfügung, darunter Alkoholrückfallprävention, Soziales Kompetenztraining, Skillsgruppen, DBT-orientierte Angebote und schematherapeutische Elemente. Angebote wie Aromapflege ergänzen das Spektrum und unterstützen Entspannung, Wohlbefinden und Stabilisierung im Behandlungsalltag.

Unser Behandlungs­ansatz ist ganzheitlich und somatisch mitorientiert: Neben der psychischen Symptomatik berücksichtigen wir körperliche Begleiterkrankungen, Risiko­faktoren, Medikamentenwirkungen und die soziale Lebenssituation unserer Patien­tinnen und Patienten. Die enge Zusammen­arbeit mit den somatischen Fachabteilungen unseres Kranken­hauses, diagnostische Möglichkeiten wie EEG, Elektroneurographie und MRT sowie unser psychiatrisch-psychotherapeutischer Konsil- und Liaisondienst ermöglichen eine umfassende Behandlung, die psychische und körperliche Gesundheit gemeinsam in den Blick nimmt.

Als Teil des Katho­lischen Kranken­hauses Erfurt verbinden wir psychiatrisch-psychotherapeutische Expertise mit fachübergreifender Kranken­hausversorgung und regionaler Vernetzung. Wir arbeiten eng mit ambulanten und komplementären Angeboten der psychiatrischen, psychosozialen und suchtmedizinischen Hilfe zusammen, unter anderem mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst, psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen, Suchtberatungsstellen sowie betreuten Wohnformen.

Behandlungsangebote

Für Ihre Behandlung nutzen wir die vielfältigen Therapieangebote unserer großen und modernen Klinik:

Ergotherapie

Ziel der Werktherapie ist das Erreichen von größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Alltags- und/ oder Berufsleben. Dabei steht im Vordergrund, eine durch Krankheit verlorengegangene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben wieder zu erreichen. Hierfür stehen gestalterische (Seidenmalerei, Speckstein, bildnerisches und textiles Gestalten, Keramikarbeiten) und handwerkliche (Korbflechten, Holzarbeiten, Emailarbeiten) Techniken zur Verfügung. Kognitives (Gedächtnis- und Computertraining) und lebenspraktisches (Hauswirtschaft) Training ergänzen unser Angebot. Für die Patienten des Fachbereichs neuropsychiatrische Altersmedizin führen wir funktionelle Therapien durch. Durch Lähmung eingeschränkte Funktionsfähigkeit, z.B. der Hand beim Anziehen, Körperpflege, Essen, Schreiben, werden gezielt beübt.

Für jeden Patienten ergeben sich Zielsetzungen. So kann z.B. die Entwicklung von gesundem Selbstbewusstsein und eigenen Bedürfnissen, Fertigkeiten bei Handlungsabläufen, der Aufbau von Beziehungsfähigkeit oder auch Alltagskompetenz ein Therapieziel sein. Gemeinsam mit dem Patienten suchen unsere Ergotherapeuten das individuelle Therapieziel und begleiten ihn auf seinem Weg zurück in die Normalität.

Krankenpflege

Die Pflege psychiatrisch erkrankter Patienten geht weit darüber hinaus, das Augenmerk ausschließlich auf Defizite und krankheitsbedingte Einschränkungen zu richten. Ein wichtiger Faktor ist die aktive Beteiligung und Verantwortung der Patienten für ihre Genesung. Unsere Pflegekräfte in der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik schaffen einen Rahmen für ihre Behandlung, der einerseits krankheitsbedingte Einschränkungen wahrnimmt und berücksichtigt, andererseits aber auch auf vorhandene Stärken und Ressourcen eingeht. 

Die Erhaltung und Wiederherstellung größtmöglicher Eigenständigkeit und Unabhängigkeit werden so bestmöglich gefördert. Hierzu gehört u. a. ein Tages- und Wochenplan, der für jeden Patienten individuell erstellt wird. Therapie und Aktivität stehen hierbei in einem ausgewogenen Verhältnis zu Ruhe- und Entspannungsangeboten. Kleinere Stationsdienste, wie die Zubereitung von Speisen, die Durchführung von Stationsversammlungen, gemeinsame Außenaktivitäten sowie Spiel-, Sport- und Bastelangebote sind Elemente des Stationsalltags, für dessen Gelingen Pflegekräfte und Patienten im Sinne der tätigen Gemeinschaft gleichermaßen verantwortlich sind.

Darüber hinaus begleiten und unterstützen unsere Pflegekräfte die Patienten bei der Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit. Gemeinsam werden schwierige Situationen ausgehalten und überwunden.
Zur Vor­bereitung auf die Zeit nach der Kranken­hausbehandlung hilft unser Pflegeteam je nach Bedarf bei der Kontaktaufnahme zu Angehörigen und Nachbarn, bei der Wiedererlangung eines ausgewogenen Tag- und Nachtrhythmus oder beim Training anderer, eventuell verloren gegangener Alltagsfähigkeiten, wie z.B. Einkaufen, Kochen, sinnvolle Freizeit­gestaltung oder das adäquate Eintreten für eigenen Interessen. 

Die Pflege beteiligt sich ebenso an der Durchführung therapeutischer Maßnahmen und arbeitet mit anderen Berufsgruppen der Abteilung eng zusammen. Regelmäßige Teilnahme an Supervision und Fort­bildung hilft dabei, die Arbeit des Pflegedienstes zu reflektieren und neue Erkenntnisse in die Pflege einzubeziehen.

Neuromodulation

Bei schwer behandelbaren depressiven Erkrankungen und ausgewählten weiteren psychiatrischen Störungsbildern stehen in unserer Klinik moderne neuromodulative Behandlungs­verfahren zur Verfügung. Dazu gehören Elektrokrampftherapie, repetitive transkranielle Magnetstimulation und Vagusnervstimulation.

Die Indikation wird jeweils fachärztlich geprüft und in ein individuelles, multi­modales Behandlungskonzept eingebettet. Neuromodulative Verfahren können insbesondere dann eine wichtige Behandlungsoption sein, wenn psychotherapeutische und medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichend wirksam sind oder ein rascheres therapeutisches Ansprechen erforderlich sein kann.

Neurophysiologie

Neuropsychiatrie und neurodegenerative Erkrankungen sind Schwerpunkte der Klinik. Mittels eines digitalen Labors wird eine umfassende Diagnostik angeboten. Folgende Unter­suchungsmethoden sind hierbei möglich:

Elektroenzephalographie (EEG)
Bei dieser Unter­suchung zeichnen wir die Hirnströme, die durch die Aktivität von Nervenzellen entstehen, auf. Diese werden mittels Oberflächenelektroden am Kopf gemessen. Routinemäßig wird ein Ruhe-EEG aufgezeichnet, bei speziellen Frage­stellungen können in Ergänzung Provokationsmethoden (z.B. Hyperventilation und Photostimulation) angewendet werden. Die Bedeutung des EEGs liegt in der Diagnostik von Epilepsien, von Herdbefunden (z.B. bei im Schädel gelegenen Blutungen) und in der Beurteilung von Bewusstseinsstörungen.

Elektroneurographie (ENG)
Mit dieser Unter­suchungsmethode können Nervenschädigungen durch Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeiten diagnostiziert und lokalisiert werden. Dabei werden elektrische Reize auf den Nerven übertragen und mit einer weiter entfernt aufgebrachten Elektrode aufgezeichnet.

Elektro­myographie (EMG)
Sie misst die elektrische Aktivität von Muskelzellen. Dabei wird eine dünne Nadel in den Muskel eingestochen. Bei verschiedenen Muskel- und Nervenerkrankungen können Verän­derungen der Aktionspotentiale und krankhafte Spontanaktivität beobachtet werden.

Evozierte Potentiale (EP)
Diese geben Auskunft darüber, ob Sinnesorgane, die Nervenleitung von den Sinnesorganen zum Gehirn oder die Reizverarbeitung gestört sind. Dazu wird durch einen spezifischen Reiz das Sinnesorgan stimuliert. EP werden zur Prüfung verschiedener Sinnesqualitäten angewendet:

  • Visuell evozierte Potentiale (VEP): Betrachten eines flackernden Schachbrettmusters zur Prüfung der Sehbahn
  • Akustisch evozierte Potentiale (AEP): Hören eines kurzen Klick-Tons zur Überprüfung der Hörbahn
  • Somatosensorisch evozierte Potentiale (SEP): Reizung eines Bein- oder Armnervs zur Überprüfung sensibler Bahnen
  • (Repetitive) Transkranielle Magnetstimulation (RTMS/TMS) / Motorisch evozierte Potentiale (MEP): Reizung der motorischen Hirnrinde mittels Magnetfeld zur Überprüfung motorischer Bahnen. Dieses Verfahren wird auch zur Therapie (z.B. bei Depressionen) eingesetzt.

Physiotherapie

Verschiedene Entspannungs­verfahren und konzentrierte Körpertherapien ermöglichen ein individuelles Eingehen auf das Beschwerdebild eines jeden Patienten. Gemeinsam mit Ihnen trainieren wir die Wahrnehmung Ihrer eigenen Körpersignale und einen besseren Umgang mit dem eigenen Selbst.

Die kommunikative Bewegungs­therapie bietet einen verhaltenstherapeutischen Ansatz, indem Verhaltensweisen erlebbar und somit bewusst gemacht werden. Damit befähigen wir wiederum zu einem bewussteren und selbstsicheren Umgang mit dem jeweiligen Umfeld.

Als Hilfe zur Selbsthilfe in der Alltagsbewältigung, so z.B. bei Schwindel, Kreislaufstörungen sowie Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen, ermitteln wir verschiedene Übungsformen. Ältere Patienten erfahren beispielsweise, wie sie über eine angemessene und freudebetonte Bewegungs­therapie ihr Allge­meinbefinden erheblich verbessern können und aktiver werden.

Unsere physiotherapeutischen Maßnahmen tragen dazu bei, dass Sie sich in Ihrer eigenen " Haut" wieder wohlfühlen.

Psycho­therapie

Die Gesprächstherapie erfolgt angepasst an die individuelle Situation des Patienten entweder als aufdeckende, tiefenpsychologisch orientierte Psycho­therapie oder als Verhaltens­therapie. In beiden Verfahren stehen Ihnen ausgebildete Therapeuten zur Verfügung. Je nach Krankheitsbild sind Einzel- oder Gruppen­gespräche geeignete Mittel der Wahl, zum Teil auch in Kombination.

Der Chefarzt und die Leitende Psychologin unserer Klinik sind ausgebildete Supervisoren.

Sozialdienst

Psychische Erkrankungen gehen häufig mit sozialen, beruflichen, finanziellen oder familiären Belastungen einher. Unser Sozialdienst unterstützt Patien­tinnen und Patienten sowie Angehörige bei der Klärung sozialer und sozialrechtlicher Fragen und hilft dabei, die weitere Ver­sor­gung nach dem Klinikaufenthalt vorzubereiten.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Beratung und Unter­stützung bei Anträgen und Leistungsansprüchen, Fragen zur beruflichen Wiedereingliederung, zur Wohnsituation, zu Rehabilitationsmaßnahmen, gesetzlicher Betreu­ung, Pflegegrad oder Schwerbehinderung sowie die Vermittlung ambulanter und komplementärer Hilfen. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Perspektiven für die Zeit nach der Entlassung zu entwickeln.

Vollstationäre Behandlung

Hierbei handelt es sich um die klassische Kranken­hausbehandlung. In deren Fokus die Integration des Patienten in ein engmaschiges Therapieangebot steht, das von den unterschiedlichen Berufsgruppen getragen wird. Hierzu gibt es einen Therapiepass.

Während der Behandlung ist der Kontakt des Patienten zu seinem persönlichen sozialen Umfeld wichtig. Unsere Besuchszeiten sind deshalb sehr umfänglich gestaltet, begründete Ausnahmen werden akzeptiert. Im Rahmen von Aufenthalten im persönlichen, gewohnten Umfeld, wie der eigenen Wohnung, überprüfen wir während der stationären Behandlung die Therapieerfolge.

Für jeden unserer Patienten stellen wir die Therapiepläne individuell zusammen. Hierbei spielen das Therapieziel und die gegenwärtige Belastbarkeit wichtige Rollen. Im Fall einer akuten Krankheitsphase des Patienten ist es z.B. denkbar, diesen von anstrengenden Therapien freizustellen. Mit wieder zunehmender Besserung und Belastbarkeit nimmt dann auch die Dichte des Angebotes zu.
Andere Erkrankungen des Patienten bedingen mitunter direkt ab Beginn seines stationären Aufenthaltes eine sehr intensive Betreu­ung.

Ein Beispiel für einen möglichen Therapieplan finden Sie hier.

Teilstationäre Behandlung (Tagesklinik)

Für Menschen mit seelischen Erkrankungen bietet unsere Tagesklinikeine wohnortnahe, teilstationäre psychiatrische und psychotherapeutische Therapie. Unsere Behandlungsangebote richten sich an Patienten, bei denen eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreichend erscheint und eine vollstationäre Behandlung nicht notwendig ist. Eine tagesklinische Weiterbetreuung kann auch im Anschluss an einen vollstationären Aufenthalt sinnvoll sein.

Die Therapiepläne stellen wir für jeden unserer Patienten individuell zusammen. Hierbei orientieren wir uns am Therapieziel und der derzeitigen, persönlichen Belastbarkeit des Patienten. In einer sehr akuten Krankheitsphase ist es z.B. denkbar, von anstrengenden Therapien freizustellen. Mit zunehmender Besserung und Belastbarkeit nimmt dann die Dichte des Angebotes wieder zu.
Andere Erkrankungen bedingen mitunter eine sehr intensive Betreu­ung des Patienten direkt ab Beginn des Aufenthaltes in unserer Klinik. Der hier aufgezeigte Therapieplanist deshalb nur ein Beispiel. 

Krankheitsbilder

Psychische Erkrankungen können Denken, Fühlen, Verhalten, Wahrnehmung und körperliche Gesundheit beeinflussen. Die Ursachen, Erscheinungsformen und Verläufe sind oft sehr unterschiedlich. Deshalb ist eine sorgfältige fachärztliche, psychotherapeutische und somatisch mitorientierte Diagnostik besonders wichtig.

Auf dieser Grundlage entwickeln wir gemeinsam mit unseren Patien­tinnen und Patienten ein individuelles Behandlungskonzept. Dabei orientieren wir uns nicht an einem starren Schema, sondern an der jeweiligen Erkrankung, den persönlichen Bedürfnissen, Ressourcen und Lebensumständen. Durch die vielfältigen stationären, tagesklinischen und ambulanten Behandlungsmöglichkeiten unserer Klinik können therapeutische Angebote flexibel kombiniert und angepasst werden.

Neben der psychiatrisch-psychotherapeutischen Einschätzung stehen bei Bedarf ergänzende Unter­suchungen wie Labor, EKG, EEG, Elektroneurographie, testpsychologische Diagnostik sowie CT und MRT zur Verfügung. Die enge Zusammen­arbeit mit den somatischen Fachabteilungen des Katho­lischen Kranken­hauses Erfurt ermöglicht eine umfassende Betrachtung psychischer und körperlicher Aspekte.

Die folgenden Beschreibungen häufiger Krankheitsbilder dienen einer ersten Orientierung und ersetzen keine fachärztliche Diagnostik. Bei anhaltenden Beschwerden oder zunehmender Belastung empfehlen wir eine frühzeitige professionelle Abklärung.

Krankheitsbilder,
die in unserer Klinik behandelt werden.

Alterserkrankung
Alterserkrankung

Alt werden ist der Traum fast aller Menschen. Alt sein möchten jedoch nur wenige. Altern ist ein natürlicher Prozess: Die Anfälligkeit gegen äußere Einflüsse steigt. Erkrankungen können leichter auftreten, deren Verläufe zudem langwieriger sein können. Typische Beschwerdebilder sind nun deutlich weniger ausgeprägt als bei jüngeren Patienten.

Zunehmend treten im Alter mehrere Erkrankungen gleichzeitig auf. Ärzte nennen das Multimorbidität. Besonders Erkrankungen aus dem neurologisch-psychiatrischen Bereich gefährden dann die selbständige Lebensführung.

Einsamkeit und Sinnentleerung sind weitere Themen. Gerade in der Gerontopsychiatrie und -neurologie werden die Grenzen einer in die öffentliche Diskussion geratenen Maximaltherapie deutlich. Der Mediziner sollte deshalb die Lebenssituation seines Patienten in den Vordergrund stellen, um so die optimale Diagnostik und Therapie zu finden. Im Fokus sollte dabei der Respekt vor dem Patientenwillen und die enge Kooperation mit den sich sorgenden Angehörigen stehen. Es gilt, dass Heilung nicht immer möglich ist, helfen jedoch häufig. Hierzu gehören eine persönliche Begleitung und eine fürsorgliche Pflege, eine wirksame Schmerzbeseitigung, das Nehmen von Ängsten ebenso wie eine effiziente und kompetente medizinische Diagnostik.

Angst und Panik
Angst und Panik

Angst schützt vor Gefahr! Bei einigen Menschen wird die Angst jedoch zum Selbstzweck, wenn sie das Leben beherrscht und einen normalen sozialen Austausch unmöglich macht.
In einigen Fällen treten Panikattacken hinzu, die vom Betroffenen als akute Bedrohung der persönlichen Existenz erlebt wird.

Angst kann in vielfältiger Form auftreten. Sie kann sich auf Bestimmtes beziehen oder ganz ungerichtet sein. Sie kann Ursachen in der eigenen Biografie haben oder durch eine körperliche Erkrankung hervorgerufen werden. Oder es gibt Erlebnisse, die selbst den Stärksten umhauen.

Im psycho­thera­peutischen Gespräch und bei der ärztlichen Unter­suchung ist eine genaue Abgrenzung des Krankheitsbildes möglich, um eine geeignete Behandlung zu bestimmen.
Es ist keine Schande, Hilfe anzunehmen! Gemeinsam mit unseren Ärzten und Pflegern finden wir auch für Sie die notwendige Hilfestellung und Lösungsstrategie.

Demenz und Alzheimer
Demenz und Alzheimer

Wir sind tagtäglich darauf angewiesen. Trotzdem wird uns seine Existenz und Bedeutung erst so richtig bewusst, wenn es auf einmal nicht mehr funktioniert: das Gedächtnis.
Vergesslichkeit ist lästig. Sie kann aber auch zum Problem im Alltag werden. In ihrer ausgeprägtesten Form führen die Auswirkungen von Alzheimer und Demenz dazu, nur noch im "Jetzt" zu leben, das heißt ohne Erinnerungen, ohne Bezug zu Familie und Freunden oder der eigenen Biografie.

Gedächtnisstörungen können vielfältige Ursachen haben. Werden diese jedoch früh genug erkannt, sind sie oft behandelbar.

Depression
Depression

Plötzlich macht alles keinen Sinn mehr. Selbst vertraute Dinge lasten zentnerschwer. Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Antriebsmangel, leichte Ermüdbarkeit, Angst und schlimmstenfalls Selbsttötungsgedanken werden zum alltäglichen Erleben. Gewichtsverlust und Durchschlafstörungen ergänzen die Krankheitszeichen. Wenn das Leben nur noch als mühselige Qual empfunden wird, können sich die Erkrankten zumeist kaum vorstellen, dass es Hilfe für sie gibt. Trotz allem subjektivem Erleben hat die Erkrankung Depression eine sehr gute Prognose und bessert sich unter fachkundiger Behandlung.

Ess-Störung
Ess-Störung

Der Mensch muss essen. Über die Nahrungsaufnahme hinaus hat das Essen noch vielerlei andere Bedeutungen. Gilt es z.B. Zwischenmenschliches zu klären, bietet ein gemeinsames Essen einen angenehmen Rahmen, in dem man sich dem anderen öffnen kann.

Das Essen kann jedoch auch zum zentralen Krankheitssymptom werden. Plötzlich dreht sich alles nur noch um das eine Thema "Essen": Das Leben wird dann davon bestimmt, nicht nur alles in sich "hineinzustopfen", sondern auch vom Kreislauf des Fastens und Erbrechens.

Im Ergebnis dessen verändert sich die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Die Folgen einer derart gestörten Nahrungsaufnahme können unterschiedliche, zum Teil lebensbedrohliche Zweiterkrankungen sein. Eine Therapie der Ess-Störung erfordert neben Geduld und Einfühlungsvermögen auch die Fähigkeit zu klaren regulativen Vorgaben.

Long-Covid
Long-Covid

Long COVID kann eine Langzeitfolge einer Coronainfektion sein. Die Häufigkeit lässt sich derzeit noch nicht genau beziffern. Betroffen sein kann die Lunge, andere Organe und auch das Nervensystem. Im Grunde ist es eine Erkrankung des gesamten Körpers, auch der Psyche. Müdigkeit und Erschöpfung dominieren das klinische Bild, es gelingt nicht mehr an das Leistungsniveau vor der Erkrankung anzuknüpfen.

Körperlich können Kopf-, Muskel- oder diffuse Ganzkörperschmerzen auftreten, der Geruchs- und Geschmackssinn verloren bleiben und weitere Symptome das Leid zusätzlich erhöhen. Eine ganzheitliche Behandlung mit der möglichen Hinzuziehung von Spezialistinnen und Spezialisten aus allen Fachgebieten ist sinnvoll. Die Stärke unserer psychosomatischen und psycho­thera­peutischen Station ist es, an der Krankheitsbewältigung zu arbeiten, hierbei die individuellen Lebensumstände einzubeziehen und in Einzelgesprächen gemeinsam einen Weg in die Zukunft zu finden. Die Psyche wird zusätzlich gestärkt, indem Achtsamkeit, Stressbewältigung und Entspannung erlernt werden. Der Körper wird durch ein gestuftes Programm unserer Physiotherapie trainiert.

Manie
Manie

Plötzlich scheint nichts mehr unmöglich. Es wird kaum noch gegessen, schon gar nicht geschlafen, dem Übermaß an Energie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Eine derartige Umtriebigkeit führt jedoch meistens nicht zu greifbaren Ergebnissen. Vielmehr ist sie oft rastlos und sprunghaft. Manchmal treten Gereiztheit und Aggression hinzu. Fast immer kommt es zum totalen Zusammenbruch.

Die Manie erfordert eine intensive Behandlung. Nach Besserung muss die Behandlung darauf ausgerichtet sein, erneute Krankheitsepisoden zu verhindern.

Mitunter kommt es zu einem Wechsel zwischen manischer und depressiver Erkrankungsepisode. Die Stimmung wechselt dann von dem einen ins andere Extrem. Ein solcher Wechsel tritt entweder nur ganz selten oder aber sehr häufig auf. Die diagnostische Zuordnung und die therapeutischen Ansätze erfordern ein großes Maß an Erfahrung.

Persönlich­keits­störungen
Persönlich­keits­störungen

Die Summe aller unserer menschlichen Eigenschaften begründet unsere Einzigartigkeit, unsere Persönlichkeit. Wir wissen jedoch auch, dass die eine oder andere unserer Eigenschaften, wie z.B. Reizbarkeit, problematisch ist.

Selbst grundsätzlich positive Eigenschaften, wie Ordnungsliebe, können bei zu starker Ausprägung Leidensdruck hervorrufen. Werden derartige Eigenschaften handlungsbestimmend und prägen feste Verhaltensmuster, sprechen wir von einer Persönlichkeitsstörung. Behandlungs­methode der Wahl ist hier die Psycho­therapie.

Psychose
Psychose

Unsere Umwelt wahrzunehmen, ist selbstverständlich. Wir können sie sehen, riechen und schmecken. Wir wissen, was zu unserer Umwelt gehört und was zu uns.

Es gibt Seelenkrankheiten, die dieses Empfinden stören. Man sieht, riecht, hört oder schmeckt Dinge, die andere nicht wahrnehmen können. Geräusche wirken unnatürlich laut, Farben ungewöhnlich grell. Der Patient sucht nach Erklärungen, befürchtet Schlimmes und vermutet, die Dinge hätten sich gegen ihn gewandt. Alles ist fremd und ungewohnt, Verängstigung ist die Folge. Solche Erlebnisse können die unterschiedlichsten Ursachen haben, müssen somit genau untersucht und differenziert behandelt werden.

Sucht und Abhängigkeit
Sucht und Abhängigkeit

Die Suche nach Glück, nach einfachen Lösungen für schwierige Probleme oder einfach nur Leichtsinnigkeit können verhängnisvolle Irrwege zur Folge haben. Und plötzlich gibt es kein Zurück mehr. Die Aufnahme von Alkohol, das Bedürfnis nach Tabletten oder harten Drogen überdeckt inzwischen die eigentliche Ursache. Heimlichkeit und Verstecken vor der Familie, Freunden und dem Chef verhindern Hilfestellungen. Leber-, Nieren-, Nerven- und andere Schäden treten hinzu.

Doch es gibt Wege aus der Sackgasse. Qualifizierte Entgiftungsbehandlungen können durch Entwöhnungstherapie und ambulante Betreu­ungsmöglichkeiten ergänzt werden.

Zwangsstörung
Zwangsstörung

Ist der Herd abgestellt oder nicht? Habe ich die Tür abgeschlossen oder nicht? Jeder von uns kennt das: Kontrolle beruhigt. Manchmal jedoch auch nicht. Dann wird alles andere unwichtig. Zwänge, Rituale und magisches Denken bestimmen nun das eigene Leben. Stunde um Stunde verbringen die Betroffenen mit der immer gleichen Verrichtung einer bestimmten Verhaltensweise.

Heute gelten verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Psycho­therapie und Medikamente als geeignete Mittel der Wahl in der Behandlung dieser Störung.

Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt.
Das Team der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik

unter der Leitung von
Dr. med. Alexander Refisch Chefarzt

Qualifikation

  • Facharzt für Psychia­trie und Psycho­therapie
  • Suchtmedizinische Grundversorgung
  • Dozent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Humanmedizin, Psychologie)
  • Dozent Akademie für Psycho­therapie (AfP) Erfurt
  • Dozent Weiterbildendes Studium Psychologische Psycho­therapie (WPP), FSU Jena
  • DGPPN Referat Hirnstimulationsverfahren
  • Mitglied Deutschsprachige Gesellschaft für CBASP
  • Mitglied Deutsche Gesellschaft für Sportpsychiatrie- und psychotherapie (DGSPP)

Berechtigung

  • Übergangsermächtigung zur vollen Weiterbildung zum Facharzt Psychia­trie und Psycho­therapie

Publikationen

https://scholar.google.com/scholar?hl=de&as_sdt=0%2C5&q=alexander+refisch&btnG=

Dr. med. Alexander Refisch Chefarzt
0361 654-1401
Bild von Dipl.-Med. Annekathrin Faour (Leitende Oberärztin in der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt)
Bild von Dipl.-Med. Annekathrin Faour (Leitende Oberärztin in der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt)
Dipl.-Med. Annekathrin Faour Leitende Oberärztin

Funktionen:

  • Akutpsychiatrie
  • Institutsambulanz
  • Elektrokonvulsionstherapie
  • Vagusnervstimulation

Annekathrin Faour ist Leitende Oberärztin der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik sowie für die Psychiatrische Institutsambulanz zuständig.  

Qualifikationen

  • Fachärztin für Neurologie und Psychia­trie
    -Psychotherapie-
Dipl.-Med. Annekathrin Faour Leitende Oberärztin
0361 654-1401
Bild von Dr. med. Andrea Pullwitt (Leiterin der Tagesklinik in der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt)
Bild von Dr. med. Andrea Pullwitt (Leiterin der Tagesklinik in der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt)
Dr. med. Andrea Pullwitt Leiterin der Tagesklinik

Qualifikationen:

  • Fachärztin für Psycho­soma­tische Medizin und Psycho­therapie
  • Weiterbildungsermächtigung für ein Jahr im oben genannten Fachgebiet liegt vor
  • Fachärztin für Psychia­trie und Psycho­therapie
  • Suchtmedizinische Grundversorgung
  • Klinische Supervisorin DGPPN
  • Supervisorin im Weiterbildungsverbund Verhaltens­therapie in Thüringen (WVVT)
Dr. med. Andrea Pullwitt Leiterin der Tagesklinik
0361 654-1401
Bild von Carolin Hanke (Leitende Psychologische Psycho­therapeutin in der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt)
Bild von Carolin Hanke (Leitende Psychologische Psycho­therapeutin in der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt)
Carolin Hanke Leitende Psychologische Psycho­therapeutin

Funktionen:

  • Privatambulanz CA Dr. Dammers
  • Traumaambulanz

Qualifikationen:

  • Approbation in tiefenpsychologisch fundierter Psycho­therapie
  • Fachkunde Gruppenpsychotherapie
Carolin Hanke Leitende Psychologische Psycho­therapeutin
0361 654-1401

Ihr Kontakt zu uns

Sekretariat der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik
Frau Andrea Ihling und Frau Doreen Haupt

Tel.: 0361/ 654-1401
Fax: 0361/ 654-201086
E-Mail: ppp-klinik-sekretariat@kkh-erfurt.de

Ambulanzsprechstunde
nach telefonischer Anmeldung
Mo. bis Fr.: 7:45 - 16:00 Uhr

Einen Überblick über die Stationen und wichtigsten Bereiche finden Sie in der Etagenübersicht Marienhaus.

Bild einer Gruppe in einer Gesprächssituation (in einem psychologischen Kontext)

Tagesklinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik

In unserer Tagesklinik stehen 36 Behandlungsplätze zur Verfügung. Patien­tinnen und Patienten erhalten dort eine intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung, kehren aber nach dem Therapietag in ihr häusliches Umfeld zurück. Die Behandlung erfolgt in multiprofessionellen Teams mit unterschiedlichen therapeutischen Schwerpunkten und ist eng mit den stationären und ambulanten Angeboten unserer Klinik vernetzt.

 

Tagesklinische Einheiten

Stationsintegrierte tagesklinische Einheit 2 Mint

Tagesklinische Behandlung im suchtmedizinischen Schwerpunkt mit enger Anbindung an das Behandlungskonzept der Station 2 Mint.

Tagesklinische Einheit mit psychosomatisch-psychotherapeutischem Schwerpunkt

Behandlung von Patien­tinnen und Patienten mit psychischen und psychosomatischen Beschwerden, bei denen psychotherapeutische Arbeit, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation und alltagsbezogene Stabilisierung im Vordergrund stehen.

Tagesklinische Einheit mit Schwerpunkt Tagesstrukturierung und Aktivierung

Behandlung für Patien­tinnen und Patienten, die Unter­stützung beim Aufbau von Tagesstruktur, Aktivierung, sozialer Teilhabe und alltagspraktischer Stabilisierung benötigen.

Psychiatrische Institutsambulanz

Unsere Psychiatrische Institutsambulanz bietet eine langfristige, multiprofessionelle Behandlung für Patien­tinnen und Patienten mit komplexen, schweren oder chronisch verlaufenden psychischen Erkrankungen. Durch die enge Anbindung an die stationären und tagesklinischen Angebote unserer Klinik können Übergänge flexibel gestaltet und Behandlungen kontinuierlich fortgeführt werden — teilweise bereits aus dem stationären Aufenthalt heraus.

 

Mit unserem PIA-Plus-Angebot können Patien­tinnen und Patienten, bei denen während der stationären Behandlung wichtige therapeutische Grundlagen gelegt wurden, auch nach der Entlassung ambulant weiter begleitet werden. Ziel ist es, Behandlungskontinuität zu sichern, Stabilisierung zu fördern und Rückfälle oder erneute stationäre Aufnahmen möglichst zu vermeiden.

Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die Behandlung im Lebensumfeld der Patien­tinnen und Patienten. Im Rahmen aufsuchender Angebote und Home-Treatment-Elemente können Belastungen, Ressourcen und Schwierigkeiten im Alltag besser erkannt und gezielt in die Behandlung einbezogen werden. So kann die therapeutische Unter­stützung dort ansetzen, wo Probleme häufig konkret sichtbar werden — im häuslichen Umfeld, in der Tagesstruktur, im sozialen Miteinander und bei der Umsetzung von Behandlungszielen im Alltag.

Die Behandlung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus Fachärztinnen und Fachärzten, Psychologinnen und Psychologen, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, psychiatrischen Fachpflegepersonen, Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten sowie Medizinischen Fachangestellten. Das Angebot umfasst fachärztliche Sprechstunden, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, testpsychologische Diagnostik, sozialmedizinische Beratung, ergotherapeutische Angebote sowie individuell angepasste pflegerische Interventionen. Ergänzend stehen störungsspezifische und ressourcenorientierte Gruppenangebote zur Verfügung, darunter Soziales Kompetenztraining, metakognitives Training, DBT-orientierte Angebote, Aktivierungs- und Ernährungsgruppen, Schwimmen sowie tiergestützte Therapie.

Hier geht's zur PIA

Impressionen aus dem Marienhaus (Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik am KKH Erfurt)
Das Marienhaus - das Zentrum der Klinik für Psychia­trie, Psycho­therapie und Psycho­somatik im KKH Erfurt
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