Dr. med. Wolfgang Reuß, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I / Gastroenterologie am Katholischen Krankenhaus „St. Johann Nepomuk“ Erfurt, ist derzeit der einzige Mediziner in Erfurt, der von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) über ein Zertifikat zur Durchführung von Endosonographien verfügt. Die Endosonographie selbst ist keineswegs ein neues Verfahren. Die Kombination aus Endoskopie und Ultraschall ist seit rund 20 Jahren etabliert und wird heute in zahlreichen Krankenhäusern eingesetzt. Die Besonderheit liegt vielmehr in der DEGUM-Zertifizierung, die die entsprechende Qualifikation und Erfahrung in der Anwendung des Verfahrens dokumentiert.
Bei einer Endosonographie werden Endoskopie und Sonographie miteinander kombiniert. Dafür kommen spezielle Endoskope zum Einsatz, in die ein Ultraschallkopf integriert ist. Auf diese Weise können Organe und Gewebestrukturen aus unmittelbarer Nähe besonders detailliert untersucht werden. Eine wichtige Rolle spielt die Methode insbesondere bei der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege. Darüber hinaus kann die Endosonographie wertvolle Informationen bei der Diagnostik von (Früh-)Karzinomen des Gastrointestinaltraktes liefern.
„Die Endosonographie ist seit vielen Jahren ein etabliertes und wichtiges Verfahren in der Gastroenterologie. Die DEGUM-Zertifizierung ist deshalb nicht als Auszeichnung für eine neue Methode zu verstehen, sondern als Nachweis einer besonderen Qualifikation und Erfahrung in ihrer Anwendung“, erklärt Dr. med. Wolfgang Reuß. Mit der Zertifizierung verfügt die Klinik für Innere Medizin I / Gastroenterologie des Katholischen Krankenhauses „St. Johann Nepomuk“ Erfurt über eine besondere Expertise auf dem Gebiet der endosonographischen Diagnostik und Therapie.
